Westallee 76 | 49661 Cloppenburg
In der kalten Jahreszeit verbringen wir viel Zeit in geschlossenen Räumen. Um ein angenehmes Raumklima zu erhalten, ist regelmäßiges Lüften essenziell – nicht nur zur Frischluftzufuhr, sondern auch zur Vermeidung von Schimmelbildung und zur Verbesserung der Luftqualität. Gleichzeitig soll die Wärme effizient genutzt werden, um hohe Energiekosten zu vermeiden. Doch wie lüftet man im Winter richtig, ohne wertvolle Heizenergie zu verschwenden?
Während der Heizperiode neigt die Raumluft dazu, trocken zu werden, während gleichzeitig durch Kochen, Duschen und unsere Atemluft Feuchtigkeit entsteht. Ohne ausreichenden Luftaustausch kann sich Feuchtigkeit an kalten Wänden oder Fenstern niederschlagen – ein idealer Nährboden für Schimmel. Zudem sorgt verbrauchte Luft für Konzentrationsmangel, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Richtiges Lüften verbessert nicht nur die Luftqualität, sondern hilft auch, die Bausubstanz des Hauses langfristig zu schützen.
Gerade in den Wintermonaten ist es wichtig, effizient zu lüften, um Energieverluste zu minimieren. Die beste Methode ist das Stoßlüften, bei dem die Fenster für kurze Zeit vollständig geöffnet werden. So wird die verbrauchte Luft schnell ausgetauscht, ohne dass die Wände auskühlen. Dauerhaft gekippte Fenster sind hingegen kontraproduktiv, da sie nur wenig Luftaustausch ermöglichen, während die Wände auskühlen und dadurch das Schimmelrisiko steigt.
Die Dauer und Häufigkeit des Lüftens hängt von der Raumgröße, der Nutzung und der Außentemperatur ab. Allgemein gilt:
• Wohn- und Arbeitsräume: 3–4-mal täglich für 5–10 Minuten
• Schlafzimmer: Direkt nach dem Aufstehen für 10 Minuten
• Küche und Bad: Nach dem Kochen oder Duschen 5–15 Minuten, um Feuchtigkeit schnell nach außen abzuleiten
Für den besten Luftaustausch empfiehlt sich das Querlüften, bei dem gegenüberliegende Fenster und Türen gleichzeitig geöffnet werden, um einen schnellen Durchzug zu erzeugen.
Neben dem richtigen Lüften spielt auch die richtige Raumtemperatur eine entscheidende Rolle. Hier einige Richtwerte:
• Wohnzimmer und Arbeitsräume: 19–22 °C
• Schlafzimmer: 16–18 °C
• Bad: 22–24 °C
• Flure: 15–18 °C
Heizkörper sollten während des Lüftens heruntergedreht werden, um Energieverluste zu minimieren.
• Möbel mit Abstand zur Wand aufstellen, damit Luft zirkulieren kann
• Kondenswasser an Fenstern regelmäßig abwischen, um Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden
• Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer überwachen – ideal sind Werte zwischen 40–60 %
• Nach dem Duschen oder Kochen direkt lüften, um Feuchtigkeit schnell nach außen zu leiten
Durch richtiges Lüften und effizientes Heizen lassen sich die Energiekosten deutlich senken. Wer clever heizt, kann bis zu 20 % der Heizkosten sparen. Achten Sie darauf, Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen zu verdecken, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilt. Intelligente Thermostate helfen, die Temperatur bedarfsgerecht zu regeln und Heizenergie gezielt einzusetzen.
Fazit
Das GEG 2024 stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung Klimaneutralität dar. Durch die Kombination aus gesetzlichen Vorgaben und attraktiven Fördermöglichkeiten wird der Umstieg auf erneuerbare Energien im Heizungsbereich gefördert, was sowohl der Umwelt als auch den Gebäudeeigentümern zugutekommt.